Madeleine Dietz

(Jg. 1953, Studium an der Werkkunstschule in Mannheim, seit 1986 erste Videoarbeiten, Performances und Rauminstallationen, zeigt Arbeiten aus Stahl und getrockneter Erde. Ein wegweisendes Beobachtungserlebnis in Afrika führte Madeleine Dietz zu ihrer ureigenen bildhauerischen Sprache. In einer Dürre-Periode entdeckt sie das plastische und lebensspendene Potential der Erde und findet zu ihrem Grundthema: der existentiellen Dialektik von Werden und Vergehen - bis heute Anlass und Motiv, Arbeits- und Lebensstimulanz. "Erde ist für mich die einfachste Symbolik für Leben und Tod, für Wachsen, Werden, Absterben, Dürre, all das was uns im Leben immer wieder begegnet." Aus diesem Urgrund formuliert sie ihren Skulpturenbegriff in der präzisen ästhetischen Dialektik von Form und Anti-Form. Dem getrockneten Erdschlamm, der ihr Markenzeichen ist, gibt die Bildhauerin mit geschweißten Stahlplatten Struktur und Halt. Stereometrische Hohlkörper nehmen die regellosen Lehmplatten in sich auf. Kühle, glatte Metalloberflächen bilden im Zusammenspiel mit den zerklüfteten Schichtungen rissiger Tonbrocken ein polares Farbklima: Blau-Grau gegen Ocker-Braun.
Öffnungszeiten

Dauerausstellung

Montag - Freitag

08.00 - 12.00 Uhr
13.00 - 18.00 Uhr

Samstag

09.00 - 16.00 Uhr

Wechselausstellung

21.05. - 29.05.2016